Rastplatz (Martin Manigatterer, pfarrbriefservice.de) (c) M. Manigatterer in: Pfarrbriefservice.de

Impuls zum Sonntag

Rastplatz (Martin Manigatterer, pfarrbriefservice.de)
Datum:
Sa. 24. Okt. 2026
Von:
Harald Brouwers, Pastoralreferent

"Zum Sonntag" stellt das aktuelle Tagesevangelium mit einem zum Nachdenken anregenden Text vor. 

Sonntag, 25.10.2026 - 30. Sonntag im Jahreskreis - A

 

Evangelium Mt 22, 34–40

In jener Zeit,
34als die Pharisäer hörten,
dass Jesus die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte,
kamen sie am selben Ort zusammen.
35Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer,
wollte ihn versuchen
und fragte ihn: Meister,
36welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste?
37Er antwortete ihm:
Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben
mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele
und mit deinem ganzen Denken.
38Das ist das wichtigste und erste Gebot.
39Ebenso wichtig ist das zweite:
Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
40An diesen beiden Geboten
hängt das ganze Gesetz und die Propheten.

(aus: https://www.erzabtei-beuron.de/schott)

 

SOZUSAGEN GRUNDLOS VERGNÜGT

Jetzt ist es also wieder so weit: Zeitumstellung auf Winterzeit. Für viele digitalisiert, ergo sie tun selber nichts (es wird nicht mal mehr am Rädchen gedreht).
Wenn das mal so einfach wäre mit unserer Lebenszeit: Wir würden uns die Sommerzeit nicht nehmen lassen und daran festhalten, dass der Sommer Gottes naht und wir viel zu lachen und Gott wenig zum weinen hat. (Zeitansage à la Dorothee Sölle, loben ohne lügen, Berlin 2000) Wir würden die Zeit umstellen auf mehr Zeit für mich, zum Innehalten, mich besinnen, leicht sein … Zeitumstellung auf Gotteszeit – das natürlich auch.
Nein, nicht einfach Zeit für Gott, obwohl das auch schon klasse wäre. Gotteszeit, das ist Zeit, „heilig zu sein, wie er heilig ist, barmherzig zu sein, gerecht zu sein…“ Da bricht gleich eine ganze neue Zeit an. Und da wäre nichts mehr zurückzustellen! Ganz sicher nicht! Zeitumstellung auf Zeit für die Menschen, die alten Eltern, die Nachbarn, ein Ehrenamt … Auch gut und nötig!
Zeitumstellung: Nein, man kann die Zeit nicht wirklich umstellen! Und die Zeitenwenden zeigen meistens doch, dass sich die Problemlagen nur verschieben lassen, aber keineswegs vollständig verschwinden. Wir müssen uns die Zeit nehmen, die in Gottes Händen steht, um dann das Zeitliche getrost segnen zu können. Lasst uns damit anfangen, den Anker in unserer Zeit zu entdecken und uns Ankerzeiten zu nehmen. Dann können wir mit Mascha Kaleko singen, dass wir uns aller Zeit und Wetter erfreuen und – weil wir uns selber lieben – den Nächsten lieben. („SOZUSAGEN GRUNDLOS VERGNÜGT“)

Ida Lamp

(aus: Botschaft heute, Aachen 2023)