Die Kirche St. Pius X. Uedding

Kirche St. Pius X. Uedding (c) H. Brouwers
Kirche St. Pius X. Uedding

Geplant wurde die Ueddinger Kirche durch den Rheydter Architekten Alfons Leitl.

Damals lags sie fast auf freiem Feld mit wenigen niedrigen Häusern in der Nachbarschaft. Leitl passte sie wie eine Dorfkirche der flachen Landschaft an. Der Saalbau auf quadratischem Grundriss mit seinen Sichtmauerwerkswänden und den Stahlbetonrahmenbindern hat im Altarbereich eine kleine konische Apsis, in welcher der Altar platziert war. An der Westseite ist die Sakristei und an der Ostseite der Turm errichtet.

Mit 250 Sitz- und 300 Stehplätzen war sie für die aufstrebende Gemeinde von angemessener Größe. Altar und Taufstein wurden nach Leitls Plänen aus Granit gefertigt.

Im Oktober 1982 feierte die Gemeinde das 25jährige Bestehen der Kirche. Erstmals bei diesem Anlass wurde über einen neuen Tabernakel diskutiert. Der alte erschien vielen wie ein Provisorium. Pfarrer Duin sprach den international bekannten Bildhauer Professor Heinz Mack, der unweit der Kirche auf dem denkmalgeschützten Huppertz-Hof wohnt, auf eine neue Tabernakelstele an. Der Künstler fand, dass er auch eine Verpflichtung gegenüber der Gemeinde hat, in der er wohnt. Er wählte einen fast mannshohen besonders harten Granitblock aus Sardinien aus, den er schliff und polierte. In das obere Drittel arbeitete Mack den eigentlichen Tabernakel-Raum für Monstranz und Hostienschale aus und versah ihn mit einer golden glänzenden Türplatte, die aus Bronze handgearbeitet ist. Sie zeigt, nicht zu figürlich, aber auch nicht zu abstrakt, den Engel des Herrn - Verkündung, Mahnung und Verheißung zugleich.

Aus: Chronik der Pfarre St. Pius X. in Uedding, 1958-2008