"Zum Sonntag" stellt das aktuelle Tagesevangelium mit einem zum Nachdenken anregenden Text vor.
Sonntag, 7.6.2026 - 10. Sonntag im Jahreskreis - A
In jener Zeit
9sah Jesus einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen
und sagte zu ihm: Folge mir nach!
Und Matthäus stand auf
und folgte ihm nach.
10Und als Jesus in seinem Haus bei Tisch war,
siehe, viele Zöllner und Sünder kamen
und aßen zusammen mit ihm und seinen Jüngern.
11Als die Pharisäer das sahen,
sagten sie zu seinen Jüngern:
Wie kann euer Meister
zusammen mit Zöllnern und Sündern essen?
12Er hörte es
und sagte: Nicht die Gesunden bedürfen des Arztes,
sondern die Kranken.
13Geht und lernt,
was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer!
Denn ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen,
sondern Sünder.
(aus: https://www.erzabtei-beuron.de/schott)
Wir brauchen nicht weiter zu opfern … Nicht auf den Altären unserer Götter und Götzen, nicht auf den Altären unserer Autoritäten und Ideale, nicht auf den Altären der alten oder der neuen Gesellschaft, auch nicht auf den Altären der Kirche. Wir brauchen nicht mehr zu opfern, weil wir nicht mehr nach unserer Opferbereitschaft und Opfertatkraft beurteilt werden.
Manfred Josuttis, Reden – Träume – Fragen. Predigten aus der Zeit, München 1974, S. 53.
(aus: Botschaft heute, Aachen 2026)