"Zum Sonntag" stellt das aktuelle Tagesevangelium mit einem zum Nachdenken anregenden Text vor.
Sonntag, 19.7.2026 - 16. Sonntag im Jahreskreis - A
In jener Zeit
24erzählte Jesus der Menge folgendes Gleichnis:
Mit dem Himmelreich
ist es wie mit einem Mann,
der guten Samen auf seinen Acker säte.
25Während nun die Menschen schliefen,
kam sein Feind,
säte Unkraut unter den Weizen
und ging weg.
26Als die Saat aufging und sich die Ähren bildeten,
kam auch das Unkraut zum Vorschein.
27Da gingen die Knechte zu dem Gutsherrn
und sagten: Herr,
hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät?
Woher kommt dann das Unkraut?
28Er antwortete: Das hat ein Feind getan.
Da sagten die Knechte zu ihm: Sollen wir gehen und es ausreißen?
29Er entgegnete: Nein,
damit ihr nicht zusammen mit dem Unkraut den Weizen ausreißt.
30Lasst beides wachsen bis zur Ernte
und zur Zeit der Ernte
werde ich den Schnittern sagen:
Sammelt zuerst das Unkraut
und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen;
den Weizen aber bringt in meine Scheune!
(aus: https://www.erzabtei-beuron.de/schott)
Die meisten Pflanzen und Kräuter, welche heutzutage als „Unkräuter“ betitelt werden, gehören zur heimischen Flora und sind somit ein wichtiger Bestandteil des natürlichen Ökosystems.
Dass sie als störend empfunden werden, ist vor allem darin zu sehen, dass sie die gezielte Kultivierung von Nutz- und Zierpflanzen beeinträchtigen können, da sie aufgrund ihrer Robustheit und ihrer schnellen Ausbreitung den angebauten Pflanzen die Nährstoffe entziehen und sie verdrängen. Dadurch kann, zum Beispiel in der Landwirtschaft, ein finanzieller Schaden entstehen. Auch der ästhetische Anspruch an einen gepflegten und ordentlichen Garten trägt zum schlechten Image der Wild- und Beikräuter bei.
(…) Erfreut man sich am Rande des Wanderweges noch der vielen bunt blühenden Pflanzen, wie Löwenzahn oder Klatschmohn, so sind sie im angrenzenden Garten bereits unerwünscht.
Es ist vielen, die das Unkraut als Störenfried verteufeln, sicher nicht bewusst, welche bedeutende Rolle es in der Biodiversität unseres Ökosystems spielt. In der Natur hat jede Pflanze und jedes Tier seinen Sinn.
saatgutkonfetti.de
(aus: Botschaft heute, Aachen 2026)